Seit Jahrzehnten bemühe ich mich, Sammlern und anspruchsvollen Kunden, hochwertige Kelim anzubieten. Die Kelim Galerie Werner Weber ist spezialisiert auf

  1. Alte und Antike traditionelle und minimalistische Kelims aus Iran, Türkei und Kaukasus
  2. Moderne Kelim in Zimmergrössen in strapazierfähiger Qualität, hergestellt in unseren eigenen Ateliers in der Umgebung von Teheran.
  3. Einmalige Kelimkollektion aus dem Norden Iran ( Mazandaran), die teilweise im neuen Buch publiziert ist. Siehe Buch „Undiscovered Minimalism“ ISBN 978-898113-76-8 mit 68 farbigen Bildtafeln, erhältlich bei Werner Weber, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Preis 110 CHF incl. Versand in der Schweiz.  

 Wenn von alten Kelims die Rede ist, dann heisst das nicht unbedingt antik über 100 Jahre, sondern meint, dass die damaligen Objekte nur für den Eigenbedarf hergestellt wurden, und nicht etwa primär für den Export. Unsere neu gewebten Kelims werden NOOR genannt, was übersetzt Licht heisst, und zwar auf Grund ihrer leuchtenden Farben. Ein sehr wichtiger Unterschied besteht in den Grössen. Alte Kelims sind mehrheitlich lang und schmal, was bei unseren Zimmergrössen nicht unbedingt ein Vorteil ist. Da Kelims mehr und mehr in der Innendekoration Einzug gehalten haben, ist es wichtig, über die richtigen Grössen zu verfügen, um den veralteten Stubenteppich zu ersetzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Unterschiede der Musterung mit den Teppichen, die meist mit einem zentralen Medaillon und floralen Ornamenten versehen sind. Kelims hingegen haben oft geometrische, ruhigere Dessins, was dem heutigen Geschmack mehr entspricht.

Die Entdeckung alter Kelims im Norden Iran (Mazandaran)

Die Kelims aus Mazandaran, genauer aus Hezar Jerib, unterscheiden sich in ihrer Musterung, Farbgebung, Grösse und Qualität beträchtlich im Vergleich zu den traditionellen Flachgeweben Irans. Die Kelims aus Mazandaran eignen sich nur wenig für den Alltagsgebrauch wie z.B. geknüpfte Teppiche oder die von uns hergestellten NOOR Kelims. Auf Grund ihrer geringen Festigkeit und Grösse sind sie nicht einmal besonderes für die Wanddekoration geeignet, es sei denn man treffe besondere Vorsichtsmassnahmen, um das delikate Gewebe nicht zu verletzen. Somit ist verständlich, dass die Kelims aus Hezar Jerib nicht für den Alltagsgebrauch gefertigt wurden, sondern einem anderen Sinn und Zweck dienten. Die meisten dieser aussergewöhnlichen Gewebe sind von Frauen für spezielle Anlässe und Ereignisse gewebt worden, wie Hochzeitsgeschenk, Aussteuer (Brautgeschenk,) Geburt u.a.m. Da seit Mitte des 19. Jahrhundert das Weben dieser wunderbaren Gewebe ausgestorben ist, gibt es kaum mehr Zeitzeugen der Herstellung. Allerdings habe ich mich mit einer alten Frau unterhalten, die mir bestätigte, vier Kelims hergestellt zu haben, für jede ihrer vier Töchter.

Mazandaran

Bis vor einem Jahrzehnt war die Provinz Mazandaran für teppichinteressierte Händler und Sammler fast inexistent, Händler auf der Suche nach seltenen Kelims und Teppiche bereisten seit vielen Jahren den Iran, aber das bergige Gebiet in der Provenienz Mazandaran gehörte nicht ins Reiseprogramm. Erste Entdeckungsreisen im das bislang unbekannte dicht bewaldete Gebiet am Südufer des Kaspischen Meeres brachten die ersten erstaunlichen Kelims zum Vorschein. In den Bazars der grossen Städte sind kaum Objekte aus Mazandaran angeboten worden. Die Bergkette Elburs (Alborz) mit seinem höchsten Berg Damavand (ca. 5600 Meter) war unwirtlich und wenig attraktiv, so dass eine wichtige Gruppe von unbekannten Kelims bis in die 90ziger Jahre unentdeckt geblieben ist. Ein teil diesem entlegenen Gebiet mit ausgedehnten Wäldern und spärlicher Bevölkerung heisst Hezar Jerib, was übersetzt „Tausend Täler“ bedeutet. Hezar Jerib ist auf Grund der entdeckten Kelims und darauf folgenden Publikationen wie das Buch „ UNDISCOVERED MINIMALISM“ (ISBN 978-1-898113-76-8) bei den Kelim Liebhaber weltweit ein Begriff geworden.

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Hezar Jerib

Hezar Jerib ist ein Teil der Provinz Mazandaran. Man erreicht die Gegend am leichtesten vom Südostufer des Kaspischen Meeres her. Das Elburs Gebirge zieht sich entlang des Kaspischen Meeres und wirkt wie eine Wetter Barriere, den subtropischen Küstenstreifen vom südlichen Hochplateau mit der Hauptstadt Teheran und den Städten Karadj, Gazvin, Firuzkuh und Semnan trennend. In dieser bislang wenig erforschten, bergigen Landschaft hatten frühere Könige Irans der Jagd gefrönt. Ein überblick diese Gebietes gibt das Buch „ UNDISCOVERED MINIMALISM“ verfasst vom Autor Parviz Tanavoli. Werner Weber und Parviz Tanavoli haben im Jahr 2010 gemeinsam das Gebiet Hezar Jerib bereist, und Bewohner der Gegend über ihre Tradition und Handwerk befragt.

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