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It is our privilege to represent and share with the rest of the world one of the little-known treasures of Persia. Primarily found in the region of northeastern Iran these rare Kilims have been passed down throughout generations all the while preserving the beauty of their workmanship. Dating as far back as the early 20th Century what is most amazing about these pieces is their influence on the history of flat weaves. Woven in the most remote mountainous regions of Iran, these Kilims can be seen as the archetype of sophisticated minimal design. Given their site-specific history these Kilims have only truly received worldwide exposure in the last ten years, however, their following is continuously gaining momentum.

With an aesthetic quality comparable to the best contemporary art pieces, the importance of these Kilims lies not only in their design but also in their historical value instilling the necessity of their preservation

 

 

 

 

 

 

Undiscovered Minimalism

Werner Weber Zurich (Switzerland)

Autor und Publizist UNDISCOVERED MINIMALISM, Gelims from Northern Iran,

Copyright c 2011 Werner Weber Zürich, photographs c 2011 Werner Weber Zürich

ISBN 978-1-898113-76-8

Werner Weber first visited Mazandaran in northern Iran in the mid-1990s.

At the time, conventional wisdom was that one could find antique gelims and carpets all over Iran, except

For Mazandaran. But in remote villages in the Hezar Jerib Area, amid the imposing scenery of the

Elburz Mountains, he and his iranian colleagues saw powerfully expressive heirloom gelims with

“minimalist ” abstract designs unlike any others known in the trade, but which, in their colours and

Patterns evoke the modern painting, architecture and even the music of the west. In 2009 in an attempt

to discover more about these enigmatic weavings, Werner Weber travelled to Hezar Jerib with the notable

Contemporary sculptor and painter Parviz Tanavoli, and also with a local art historian and other experts from Teheran.

Their questions, for the most part, remained tantalizingly unanswered, but this book serves as homage to the humble

Village women who created these works of art.


frau mit teppich
 

Kommentar: Michael Buddeberg, August 2011   

Die Ähnlichkeit ist Absicht. So wie das 1977 von David Black und Clive Loveless publizierte Buch "The Undiscovered Kilim" ein Tor in eine zuvor kaum bekannte textile Welt aufstieß, will auch "Undiscovered Minimalism" die Augen für ein Sehvergnügen der besonderen Art öffnen - und schafft es mühelos. Wer sich die 73 Flachgewebe aus der persischen Provinz Mazandaran betrachtet kommt aus dem Staunen nicht heraus. Diese multiplizierte "Macht der Einfachen" (W. Brüggemann, Der Orientteppich, Wiesbaden 2007) ist komprimierte Kunst und verursacht fast so etwas wie einen ästhetischen Schock. Die Neugier folgt auf dem Fuße. Woher kommen diese außergewöhnlichen Textilien, wer hat sie gemacht und warum und wann und zu welchem Zweck? Ein Teil der Geschichte ist schnell erzählt. Der Züricher Teppichhändler Werner Weber und einige seiner Freunde suchten vor einigen Jahren Entspannung und gingen nach Mazandaran, jener für Persien so ganz untypischen subtropischen Landschaft zwischen den Sandstränden des Kaspischen Meeres und den schneebedeckten Gipfeln des Elbrusgebirges. Unter Fachleuten war bekannt, dass Mazandaran als Herkunftsort für sammelnswerte Textilien nicht in Frage kommt. Umso größer war die Überraschung als Weber in Hezar-jerib, einer entlegenen, armen und fast vergessenen Bergregion ganz im Osten von Mazandaran in dörflichen Truhen und Schränken das textile Erbe einfacher, Ackerbau und Viehzucht treibender Bauern entdeckte. Die meist sehr großen, aus zwei bis sechs Bahnen zusammengesetzten Kelims sind wohl in der Zeit vom ausgehenden 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden, sie sind durchweg so gut wie unbenutzt und ihre Funktion, ihr Zweck, ja sogar ihre webtechnische Machart sind den Menschen in Hezar-jerib heute nicht mehr bekannt. Es bleiben also mehr Fragen offen, als Antworten gegeben werden können. Dass dennoch Werner Weber und der persische Maler, Bildhauer und Textilexperte Parviz Tanavoli sich entschlossen haben, diese Kelims zu publizieren ist ein Gewinn ebenso wie die gestalterische und herstellungstechnische Begleitung durch das bucherfahrene Team von Hali unter der Leitung von Daniel Shaffer und Sebastian Ghandchi. Entstanden ist ein Buch, dessen Maxiformat (37x29 cm) in Verbindung mit perfekt-schlichter Typographie, edler Ausstattung und exzellenter Abbildungsqualität dem künstlerischen Anspruch dieser einzigartigen minimalistischen Textilkunst gerecht wird. Minimalismus in orientalischen Textilien ist nun kein ganz neues Thema. Werner Brüggemann hat in seinem bereits zitierten Essay von der "Macht des Einfachen" dargelegt, wie sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden

Akzeptanz der modernen Kunst auch bei der Beurteilung von textilen Kunstwerken - von Teppichen ebenso wie von Kelims und dem weiten Bereich textiler Stammeskunst - eine Ästhetik des Einfachen entwickelt, wie das durch die abstrakte Malerei geförderte Sehen die Augen für das Erkennen der Schönheit minimaler Strukturen geöffnet hat. Harry Koll hat dann diese Tendenz für den anatolischen Kelim in seinem im Frühjahr erschienen Buch "Die Farben meiner Träume" (Aachen 2011) vor allem mit Streifenkelims aus Zentralanatolien dokumentiert. Und wieder sind es nun Streifen, die den Charakter der Kelims aus Hezar-jerib bestimmen, Streifen in einer kaum fassbaren Vielfalt und Kombination. Zunächst sind da die Kelims, deren ästhetische Wirkung - ähnlich den traditionellen Schürzen tibetischer Frauen - dadurch entsteht, dass die mit horizontalen Streifen versehenen Webbahnen versetzt aneinander genäht sind. Je nach der Anzahl der Farben, der Breite und Sequenz der Streifen reicht der Eindruck der Kelims von verspielter Buntheit über bewusst gestaltete Kompositionen bis hin zu fast einfarbigen, nur durch Abrasch lebendigen Farbflächen, die durch einzelne schmale Farbstreifen monumentale Kraft erhalten. Starke Farbkontraste wechseln mit Bereichen, in denen sich die Farben nur in Nuancen unterscheiden. Es gibt Kelims, deren Design sich durch Farbe und Form auf ein Zentrum ausrichtet und andere, die als willkürlicher Ausschnitt kosmischer Unendlichkeit erscheinen. Eine Besonderheit sind Kelims mit zwei ganz unterschiedlichen Seiten. Hier wurden entweder Webbahnen einfach umgeklappt und vernäht oder, hochkompliziert, mit doppelter Kette gearbeitet, so dass ein und derselbe Kelim zwei in Form und Farbe vollkommen unterschiedliche Gesichter hat. Diese schon durch ihre kettsichtige Struktur ausgefallenen Kelims sind von höchster webtechnischer Perfektion und finden ihren Höhepunkt in den Stücken, mit denen Meisterweber offenbar die teuren und kostbaren Ikats imitieren wollten und mit den in einer gegenüber den Ikatgeweben vollkommen abweichenden Technik geschaffenen Farbübergängen überraschende und vollkommene Meisterwerke textiler Kunst schufen. Der fließende Übergang von Farbe zu Farbe oder von hell zu dunkel und wieder zurück, das schimmernde Spiel von Schattierungen und Formen, stets in vollendete Proportionen gebracht, sind spannungsgeladene abstrakte Kunst im besten Sinne. Zwei Texte sind es, die neben Werner Webers Vorwort über die Umstände seiner Entdeckung dieses Feuerwerk von Form und Farbe begleiten: Parviz Tanavoli, bekannt für seine Bücher über persische Flachgewebe im allgemeinen aber auch über die ebenfalls einem textilen Minimalismus nahestehenden Tacheh und Soffreh, gibt uns einen mit Fotos versehenen Überblick über Mazandaran, seine Geographie, Geschichte und seine Bewohner. Material, Struktur und Technik der Kelims und die verschiedenen, ihnen zugrunde liegenden Gestaltungsprinzipien werden beschrieben und schließlich auch, dass man über das Alter, den Verwendungszweck und eine etwaige und durchaus nahe liegende kultische oder religiöse Bedeutung dieser Webkunst heute nichts mehr erfahren kann. In einem weiteren Essay stellt sich der Teppiche und Kelims liebende Kunsttheoretiker Heinz Meyer Fragen nach der Entstehung dieser ohne weiteres mit Meisterwerken moderner abstrakter Kunst, etwa von Rothko, Newman oder Rheinhardt vergleichbaren Textilien. Beruhen sie auf spontanem Schaffen oder sind sie das Ergebnis eines hoch entwickelten Formempfindens, ist das so wirkungsvolle versetzte Aneinanderfügen regelmäßig oder unregelmäßig gefärbter Streifen ein zufälliger Effekt oder liegt hier ein bewusstes ästhetisches Konzept zugrunde? Und wie ist das überhaupt mit dem Minimalismus in der modernen abstrakten Kunst und

bei orientalischen Textilien? Wer hat hier wen beeinflusst und wann und wie? Als sicher kann die Kenntnis der modernen minimal art bei den Weberinnen von Mazandaran ausgeschlossen werden doch ebenso sicher war es nicht nur die

afrikanische Plastik sondern standen auch orientalische Textilien an der Wiege der modernen Kunst. Auch wenn präzise Antworten auf all die Fragen nicht möglich sind, so sind Heinz Meyers Überlegungen zu den möglichen identischen und interkulturellen Wurzeln geometrisch abstrakter Volkskunst und moderner minimal art ausserordentlich lesenswert. Und dass bei den Kelims aus Hezar-jerib fast alle Fragen offen bleiben, dass es kein Wissen, keine Informationen und keine Quellen über Bedeutung, Zweck und Funktion dieser Kelims gibt, hilft letzten Endes dabei, sie ganz wie Bilder als freie Kunst zu sehen und zu bewundern. 

 

Reviewer: Michael Buddeberg, August 2011

The similarity is deliberate. Just as “The Undiscovered Kilim”, published in 1977 by David Black and Clive Loveless, thrust open a door into a barely known world of textiles, “Undiscovered Minimalism” also aims to open eyes to visual pleasures of a very special kind – and succeeds effortlessly. It’s hard to believe your eyes when you look at the 73 flatweaves from the Persian province of Mazandaran. This multiplied “Power of Simplicity” (W. Brüggemann, Der Orientteppich, Wiesbaden 2007) is compact art with a punch, a kind of aesthetic shock. Curiosity follows immediately. Where do these unusual textiles come from? Who made them? Why, when, and for what purpose?

One part of the story is soon told. Werner Weber, a carpet dealer from Zurich seeking relaxation with some friends, went to Mazandaran, a tropical region very untypical of Persia, situated between the sandy beaches of the Caspian Sea and the snow-capped mountains of the Elbrus. All the experts knew that there was no question of Mazandaran being a provenance for collectable textiles. So much greater, therefore, was their surprise when in Hezar-jerib, a remote, poor and almost forgotten mountainous region in the east of Mazandaran, Weber discovered - tucked away in cupboards and chests - the textile heritage of these simple peasants, busy toiling in their fields and tending their cattle.

These kilims, mostly large-sized and made up of two to six lengths sewn together, probably date from the end of the 19th to the middle of the 20th century. They are virtually unused and their functions, purpose, even the techniques used in their manufacture, are no longer familiar to the people of Hezar-Jerib. Thus more questions remain open than have been answered. The decision nonetheless by Werner Weber and the Persian artist, sculptor and textile expert Parviz Tanavoli to publish this book of kilims is a very fortunate one, as is its production, with design and technical support provided by the experienced team from Hali, led by Daniel Shaffer and Sebastian Ghandchi. The result is a book in maxi-format (37x29 cm) combined with perfectly apt sober typography, finely finished, and with top-quality illustrations, totally appropriate to the high artistic demands of this unique minimalist textile art.

Minimalism in oriental textiles is nothing new. Werner Brüggemann, in his essay cited above, “Power of the Simple”, explained how, as modern art becomes increasingly accepted, and textile works of art are more widely appreciated – including carpets, kilims and the wider area of textile tribal art - an aesthetic of the simple is developing, as eyes have been opened to recognise the beauty of minimal structures thanks to the way of seeing promoted by abstract painting. Harry Koll documented this trend for the Anatolian

kilim in his book “Farben meiner Träume” (Colours of my Dreams) published last spring (Aachen 2011) with particular reference to striped kilims from Central Anatolia.

And here, yet again, stripes determine the character of the Hezar-jerib kilims: stripes in an inconceivably rich diversity. First of all there are the kilims whose aesthetic effect - much like the traditional aprons of Tibetan women – derives from the manner in which the woven lengths are sewn together with their stripes offset. Depending on the number of colours, the breadth and sequence of the stripes, the kilims give the impression of brightly coloured playfulness or deliberately designed compositions, some with almost plain colour fields enlivened only by abrash, and given almost monumental impact by single, narrow stripes of colour. Powerful colour-contrasts alternate with areas in which shades differ only by slight nuances. There are some kilims where the design uses colour and form to focus on a centre, and others that appear to be a deliberate excerpt from cosmic infinity.

A particular genre consists of double-faced kilims with two completely different sides. Here, either webs have simply been folded over and sewn together, or else woven using a highly complicated technique with a double warp so that one and the same kilim has two completely different faces with regard to both form and colour. These kilims, remarkable for their visible warp structure, achieve the highest perfection in weaving technique, and culminate in the pieces in which master weavers obviously attempted to imitate the expensive, precious ikats, although using a totally different technique from ikat weaving to obtain similar colour transitions and to produce amazing, perfect masterpieces of textile art. The smooth transition from one colour to another or from light to dark and back, the shimmering play of shades and shapes, always in perfect proportion, are abstract art in the best sense, and fraught with tension.

Two texts accompany Werner Weber’s foreword describing the circumstances surrounding his discovery of these fireworks of form and colour. Parviz Tanavoli, known for his books about Persian flatweaves in general, but also for the tacheh and siffreh, which are closely related to textile minimalism, gives us an overview with photos of Mazandaran, its geography, history and people. He describes the materials, structures and techniques of the kilims and their various underlying design principles, and concludes that nothing more can be discovered today about the age, purposes, and any likely religious or cult-related significance of this weaver’s art.

In a second essay, the art theoretician Heinz Meyer, also an aficionado of carpets and kilims, asks questions about the origin of these textiles which can easily stand comparison with masterpieces of modern abstract art by Rothko, Newman or Rheinhardt. Are they the result of spontaneous creativity or of a highly developed sensitivity to form? Is the highly effective positioning of regularly and irregularly coloured stripes a random effect or is it based on a deliberate aesthetic concept? And what about minimalism in modern abstract art and in oriental carpets anyway? Who influenced whom, and when and how?

Certainly, any knowledge of modern minimal art on the part of the Mazandaran weavers can be ruled out, yet it is equally certain that it was not only African sculptures that stood at the cradle of modern art, but also oriental textiles. Even though precise answers to all of these questions are not possible, Heinz Meyer’s reflections on the possible identical and intercultural roots of geometric abstract folk art and modern minimal art are well worth reading. And the fact that almost every question remains open with regard to the kilims

from Hezar-jerib, that there is no knowledge, no information and no sources concerning the significance, purpose and function of these kilims, turns out in the end to be helpful in seeing and admiring them, just like pictures, as free art.


UNDISCOVERED   MINIMALISM
Kelims from Northern Iran

A large format ART BOOK  featuring the striking flatweaves discovered in the KIA  SAR district of Mazandaran province, with their “modernist” unknown designs   256 pp, 67 col.pl. + co. illus, hardbound with jacket, Price 150 US plus shipping, book available:

USA  

Europe

Sanjay Purohit
Zollanvari Ltd
600 Meadowlands Parkway

Suite 130
Secaucus NJ 08550

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  Ariana Rugs Hamburg GmbH
Hermann Karsten Stoelten
Brooktorkai 3
20457 Hamburg

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Book with text from P.Tanavoli and Prof.H.Meyer in English
Publisher Werner Weber Zurich www.wernerweber zurich  mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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www.wernerweber.com

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